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Interview Dr. Mansfeld

Dr med Martin Mansfeld 5Dr. Mansfeld, seit 18 Jahren sind Sie in der Rolle des ärztlichen Leiters zunächst beim Praxisnetz Siegerland (PNS) und nun seit April 2013 in der Gesundheitsregion Siegerland (GRS). Sie haben Ihre Kollegen im Kernteam darauf vorbereitet, dass Sie aufhören möchten. Was bewegt Sie zu diesem Schritt?

Wie heißt es in einem Lied? „Neue Männer braucht das Land!“ Wenn man so viele Jahre an der Spitze eines Netzwerks steht und insbesondere die letzten Jahre begleiten durfte, die von einem rasanten Wachstum des Unternehmens GRS zeugen, dann wird es Zeit für frischen Wind! Ich habe die Arbeit des ärztlichen Leiters immer gerne getan, ganz besonders mit meinen Kollegen im Kernteam an meiner Seite. Man spürt aber auch, wenn es Zeit wird, den Staffelstab weiterzureichen. Ich höre damit nicht auf, mich für die GRS einzusetzen. Dem Kernteam bleibe ich natürlich erhalten.

Als ärztlicher Leiter müssen Sie in viele Rollen schlüpfen, intern die Fäden zusammenhalten und integrativ arbeiten, extern die Verbindungen zu Politik, Krankenkassen, Verbänden pflegen. Dabei gilt es, viele Entscheidungen perspektivisch und strategisch voranzubringen. Welche Rolle liegt Ihnen dabei am meisten?

Ich bin ein Kontaktmensch und lasse mich gerne auf mein Gegenüber ein. Es ist wichtig, dass wir als Ärzte gemeinsam unsere Interessen vertreten und das auf den unterschiedlichsten Ebenen, gegenüber Krankenkassen, Krankenhäusern, aber auch der Politik. Wenn wir wissen, was wir wollen, dann habe ich nicht locker gelassen, unsere gesetzten Ziele zu erreichen, notfalls beiße ich mich dann auch wie ein Terrier fest. Nur auf diese Weise haben wir den Strukturvertrag nach Siegen holen können.

Der Strukturvertrag ist für die Ärzte der GRS seit Oktober 2013 gültig und wird von einem großen Teil der Ärzte bereits gelebt. Worin sehen Sie für Ihren Nachfolger, Dr. med. Karl-Hermann Klein die größte Herausforderung?

Die guten Ergebnisse aus den sogenannten Modulverträgen, die dem Strukturvertrag anhängen, haben seitens aller Vertragspartner zur Zufriedenheit geführt. Hier müssen wir weitermachen und anknüpfen. Dann werden in den nächsten Jahren einige Netzärzte in den Ruhestand gehen. Den Generationswechsel zu begleiten, neue Ärzte für das Netz zu gewinnen, aber auch „alte Hasen“ immer wieder neu zu motivieren, Netzarbeit zu leben, das ist die Herausforderung! Ich denke, dass Charly dieser Aufgabe gewachsen sein wird. Er ist seit Gründung der GRS im Kernteam und hat den Vertrag zur Chronischen Wunde hervorragend begleitet und erfolgreich zum Abschluss geführt.