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TEAMVERSTÄRKUNG: WEITERE EVA UNTERSTÜTZT GRS

grs annika krauseUnser Netzwerk darf sich über eine neue Entlastende Versorgungsassistentin im Bereich der Pflegeheimversorgung freuen. Das stetige Wachstum der GRS macht uns die Einstellung dieser zweiten Fachkraft möglich. Frau Annika Krause unterstützt ab sofort die GRS-Praxen in der Pflegeheimversorgung. Ihr Einsatz wird bei uns zentral koordiniert. Die Anforderung der EVA erfolgt schriftlich per Fax. Das entsprechende Dokument liegt zum Download auf der internen Website bereit.

Zur Person:
Annika Krause, Jahrgang 1978, ist alleinstehend und teilt ihre Wohnung mit zwei Hunden aus dem Auslandstierschutz. Als gelernte Kinderkrankenschwester war sie einige Jahre im Beruf tätig, bevor sie dann drei Jahre Theologie studiert und währenddessen die Arbeit in einem Pflegeheim kennengelernt hat. Im Anschluss an das Studium hat sie einige Jahre in einem Pflegeheim in Hessen gearbeitet. Hier absolvierte sie eine Weiterbildung im Bereich der Kommunikation mit Menschen mit Demenz. In ihrer Freizeit trifft sie sich gerne mit ihren Freunden, verbringt Zeit in der Natur mit ihren Vierbeinern und beschäftigt sich gerne mit Kindern. Außerdem ist sie ehrenamtlich in ihrer Gemeinde und im Auslandstierschutz tätig.

Interview Dr. Klein

klein11.    Sie sind mit der Umfirmierung vom PNS zur GRS in das Ärztenetz eingetreten und wirken seit dieser Zeit im Kernteam der GRS mit. Den Vertrag zur chronischen Wunde haben Sie maßgeblich mitverhandelt. Wenn Sie auf die letzten 3 Jahre zurückblicken, wie würden Sie die Entwicklung der GRS beschreiben?

Ich denke, das Netz hat sich besser entwickelt, als ich es mir bei Eintritt ins Kernteam vorstellen konnte. Natürlich gab und gibt es "Anfangsschwierigkeiten", die wir meistern müssen, insbesondere sehe ich es als große Herausforderung an, das Vertrauen der Krankenkassen als Partner! In der Versorgung der Patienten zu gewinnen. Hier denke ich, haben wir viel erreicht, sind aber noch lange nicht am Ende.
Die ersten drei Jahre waren gut, aber es gibt noch sehr viel zu tun, wenn wir unser Motto, nämlich, die wohnortnahe Versorgungsqualität unserer Patienten im Siegerland langfristig zu sichern, wirklich leben wollen.

2.    Jetzt geht die Rolle des Ärztlichen Leiters der GRS vom Hausarzt Dr. med. Martin Mansfeld an Sie, Chirurg und damit Facharzt.  Hat das Konsequenzen für die Schwerpunkte, die in der Netzarbeit gesetzt werden?

In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt in der Entwicklung des Netzes und hier vor allem die Netzstruktur aufzubauen. Hier haben wir als Kernteam und vor allem unsere Geschäftsführung mit Frau Herder sehr viel Energie investiert.
Jetzt geht es daran, diese Struktur mit mehr Leben zu füllen. An den zur Zeit existierenden Verträgen profitieren vor allem die Hausärzte. Für Fachärzte bietet unser Netz (mit wenigen Ausnahmen) zur Zeit nur wenig Vorteile. Für eine flächendeckende wohnortnahe Versorgung unserer Patienten brauchen wir aber unbedingt Fachärzte (möglichst aller Fachrichtungen). Logischerweise ist es das gemeinsame Ziel des Kernteams, das Netz auch für die niedergelassenen Fachärzte attraktiv zu machen. Dies ist aber nur einer der Schwerpunkte in der kurz- und mittelfristigen Netzarbeit.
Ich denke, unser Netz sollte nicht nur durch Verträge für die niedergelassenen Kollegen attraktiv sein, sondern vor allem auch durch unserer Struktur, durch die wir es als Netz schaffen wollen, allen Mitgliedern ihr Schaffen als freiberuflich niedergelassenen Arzt leichter zu machen.

3.    Haben Sie sich für Ihre Aufgabe als Ärztlicher Leiter Ziele gesetzt?

Wie Sie ja schon gesagt haben, bin ich ja erst seit wenigen Jahren in der Netzarbeit aktiv. Sozusagen Mitglied geworden, gleichzeitig ins Kernteam eingestiegen, jetzt zum ärztlichen Leiter gewählt...
Natürlich habe ich mir Ziele gesetzt! Kurzfristig möchte ich mich in die Netzarbeit besser einarbeiten. Hierzu werde ich in den nächsten Monaten diverse Netzworkshops besuchen.
Ausserdem läuft natürlich die "normale" Arbeit weiter. Ein großes Ziel ist es, einen Vertrag " Ambulante Leistungen vor stationär" mit den Kassen zu verhandeln. Auch ein Vertrag zur Behandlung des Chronischen Rückenschmerzes ist auf der Liste.
Für die Netzstruktur entwickeln wir gerade eine Netz-App, um die Mitglieder zum einen besser zu erreichen und zum andern die doch mittlerweile recht umfangreichen Informationen im Netz besser gebündelt an den Mann bringen zu können.
Für alle selbstständigen Kollegen erarbeiten wir gerade einen Jahresplan für die Fortbildung und Unterweisungen der Mitarbeiter. Die Unterweisungsverpflichtungen eines jeden Selbstständigen werden immer mehr und binden viel Zeit in der Praxis. Wir hoffen, mit der Organisation als Netz den Mitgliedern diese Arbeit abnehmen zu können und werden ab dem zweiten Halbjahr 2016 Unterweisungen und Fortbildungen in Hygiene, Datenschutz, Strahlenschutz, Notfallmanagement, wahrscheinlich auch Arbeitsschutz und die Datenschutzunterweisungen anbieten.
Ein großes, aber eher mittel- bis langfristiges Ziel ist die Ausweitung der sektorenübergreifenden Versorgung. Wenn wir langfristig die wohnortnahe Versorgungsqualität im Siegerland sicher wollen, müssen wir die Zusammenarbeit sowohl auf ärztlicher Ebene ( als mit MVZ und Krankenhäusern ) als auch mit anderen Leistungserbringern ( vor allem Physiotherapeuten, Pflegediensten ) verbessern.
Erste Kontakte im Wundmodul (ambulante Pflegedienste/Wundexperten) und auch im Pflegeheimmodul (Geschäftsführung der Heime/Pflegepersonal) zeigen, dass hier die Kommunikation und Zusammenarbeit noch erhebliches Entwicklungspotential haben.

4.    Vor welchen Herausforderungen steht das Ärztenetz in der nächsten Zeit?

Das Netz steht vor den gleichen Herausforderungen, wie alle Leistungserbringer im Gesundheitssystem.
Ich bin nur der festen Überzeugung, das für uns niedergelassene Ärzte ( und hier besonders für die niedergelassenen Fachärzte ) das Netz eine extrem gute Chance bietet, den kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein.
Unter dem Motto " gemeinsam sind wir stark" können wir als Netz die Versorgung regional mitbestimmen und so unsere Stellung im Gesamtsystem langfristig sichern. Diese Bedeutung müssen wir uns aber erst noch erarbeiten und das ist die größte Herausforderung, der wir uns stellen müssen!

Verabschiedung ärztlicher Leiter Dr. Martin Mansfeld

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In der Jahreshaupt-Versammlung am 03.03.2016 gibt Dr. med. Martin Mansfeld einen Rückblick auf seine Zeit als Netzwerker und ärztlicher Leiter. Er dankt allen Mitgliedern, seiner Frau Claudia, dem Kernteam, der Geschäftsführerin Anja Herder und dem restlichen Team der GRS für die Unterstützung in den letzten Jahren. Er übergibt die Leitung an Dr. Karl-Herrmann Klein und  hebt die neue Ausrichtung durch einen Facharzt als  ärztlichen Leiter hervor. Für die Fachärzte noch mehr zu tun, das sei wichtig.

Dr. med. Harald Menker  würdigt  in seiner Laudatio die Leistungen des bisherigen ärztlichen Leiters in den letzten 16 Jahren. Er blickt zurück auf die Zeit des Honorarnetzes (damals noch PNS-Praxisnetz Siegerland) und beschreibt, wie sich die Zeiten inzwischen geändert haben.
Dr. Menker berichtet über die gute Zusammenarbeit mit Dr. Mansfeld, der in dieser Zeit auch eine Ausbildung zum Dipl.-Netzmanager absolviert hat. Dr. Mansfeld war und ist ein Teamplayer, eine große Führungspersönlichkeit. Er pflegte die Kontakte zur Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe und den Krankenkassen – nur so konnte der Strukturvertrag zustande kommen. „Martin hat sich wie ein Terrier an der Hose von Thomas Müller festgebissen“, so beschreibt ihn Dr. Menker. Dr. Mansfeld hinterlässt ein gut bestelltes Haus und bleibt dem Kernteam erhalten. Als Dankeschön erhält Dr. Mansfeld einen Restaurant-Gutschein und seine Frau einen Blumenstrauß.