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Teamverstärkung: EVA unterstützt GRS

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Unser Netzwerk darf sich über die Mitarbeiter unserer neuen Entlastenden Versorgungsassistentin (EVA) freuen. Frau Sonja Schöllchen unterstützt ab sofort die GRS-Praxen bei Hausbesuchen - insbesondere beim Fallmanagement. Ihr Einsatz wird bei uns zentral koordiniert. Die Anforderung der EVA erfolgt schriftlich per Fax. Das entsprechende Dokument liegt zum Download auf der internen Webseite bereit.

Zur Person: Frau Schöllchen wurde 1971 geboren und hat zwei Kinder im Alter von 15 und 19 Jahren. Als examinierte Krankenschwester war sie im Stadtkrankenhaus, bei einem ambulanten Pflegedienst und als Bezugspflegekraft für Demenzkranke tätig. Lesen, Wandern und die Mitarbeit im Förderverein für die eben erwähnte Seniorenwohngemeinschaft.

Siegerländer Ärztenetz erhält Gütesiegel

Siegen. Die medizinische Versorgung der Patienten in Siegen zu verbessern, haben sich die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) und die AOK, die Barmer GEK, die DAK und die Techniker Krankenkasse vorgenommen.

Um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, hatten sich bereits 2013 die Siegerländer Haus-und Fachärzte in der „Gesundheitsregion Siegerland“ (GRS), einer Gesellschaft Bürgerlichen Rechts, zusammengeschlossen. Gemeinsam mit Vertretern der größten heimischen Krankenkassen wurden Versorgungsproblematiken ermittelt und dazu speziell zugeschnittene Behandlungspfade entwickelt. „Diese Arbeit bedeutet zwar zunächst für alle Beteiligten Mehrarbeit, dafür ist jedoch der Nutzen für die Versicherten richtig groß“, ist sich Dr. Martin Mansfeld, der ärztliche Leiter der „Gesundheitsregion Siegerland“ sicher. „ Und darum halten wir an unserem gemeinsamen Vorhaben fest, auch wenn es manchmal nicht einfach ist, alle unter einen Hut zu bringen. Eins steht fest: Wir lernen alle voneinander und miteinander und schaffen so die Grundlage für dringend notwendige Veränderungen in Brennpunkten der medizinischen Versorgung. Wir handeln mit der Maxime, dass unser Tun den Patienten wirklich spürbar zugutekommt. Außerdem können wir Ärzte so auf die Gestaltung unserer eigenen Arbeitsbedingungen Einfluss nehmen!“

Als ersten Schwerpunkt befasste sich die Expertenrunde mit der Versorgung in den Pflegeheimen: Immer mehr älteren Patienten in Pflegeheimen stehen immer weniger Pflegekräfte und versorgende Ärzte gegenüber. Das führt in unklaren Situationen oftmals zu vorsorglichen Krankenhauseinweisungen. Und das insbesondere dann, wenn die betreuenden Ärzte nicht schnell verfügbar sind. Da setzt nun das neue Konzept an, das für eine bessere Zusammenarbeit von Medizin und Pflege und damit für mehr Stabilität in der Versorgungssituation sorgen soll.

Ein zweiter Schwerpunkt befasst sich mit der systematischen Behandlung chronischer Wunden. Hier sehen sich Ärzte und Krankenkassen gleich unzähligen Einflüssen ausgesetzt, die im Ergebnis dazu führen, dass Wunden nicht heilen und damit chronisch werden. Für die Betroffenen bedeutet das einen langen und schmerzhaften Leidensweg. Viele verlassen aus Scham noch nicht einmal mehr das Haus, vereinsamen sogar. Seit Monaten engagiert sich deshalb auch der Burbacher Chirurg Dr. Karl- Hermann Klein für dieses Problemfeld, um mit Kolleginnen und Kollegen Abhilfe zu schaffen. Ziel ist es, eine möglichst frühzeitige Vorstellung in einer GRS-Wundpraxis zu erreichen. „Schnell feststellen, was dazu führt, dass die Wunde nicht heilt und sofort mit einer konsequenten Therapie anfangen“, lautet Kleins Devise im GRS Wundnetz.

Ein weiteres Treffen im voll besetzten Tagungsraum des Siegener Lyz nutzte jetzt GRS Geschäftsführerin Anja Herder um die Vielzahl neuer Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen vorzustellen.

Und dass diese Arbeit auch honoriert wird, sagte Thomas Müller, der Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung, den mitwirkenden Ärzten zu. Denn diese berufsständische Organisation kann Praxiszusammenschlüsse fördern, wenn sie festgelegten Qualitätsansprüchen genügen. Müller informierte die Zuhörer darüber, dass das Ärztenetz Siegerland als erstes seiner Art in Westfalen Lippe anerkannt wird - eine hohe Auszeichnung. Besonders vor dem Hintergrund, dass es auch bundesweit erst zwei Netze mit diesem Gütesiegel gibt.

Alle beteiligten Krankenkassen bekräftigen ihren Willen, die gesetzten Ziele zu erreichen und den so erfolgreich begonnenen Weg weiter zu gehen.

Ein nächster Schritt ist die Eröffnung einer Geschäftsstelle am Marburger Tor in Siegen geplant. Darüber hinaus soll das Gesamtkonzept auf einer großen Fachtagung in Berlin vorgestellt werden.

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Sie standen für die vielen Zuhörer Rede und Antwort. Von links nach rechts: Thomas Müller (KVWL), Thomas Hamacher (TK), Sonja Laag und Jürgen Schwabe (Barmer GEK), Tina Manfrass und Thomas Jaschinski-Weber (DAK), Eckhard Werner und Dietmar Müller (AOK Nordwest)

 

Presseinformation 19.11.2013

Seit Monaten bereitet sich die Gesundheitsregion Siegerland (GRS) darauf vor, die Vereinbarungen zwischen den beteiligten Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung  (KV) in der Region zur Umsetzung zu bringen.

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Hr.Hamacher (TK), Hr. Beckmann (BarmerGEK), Dr. Nordmann (KVWL), Hr. Litsch (AOK Nordwest), Dr. Mansfeld (GRS), Fr. Bender (DAK)

Bei der GRS handelt es sich um einen Zusammenschluss von Siegerländer Ärzten, die sich für mehr Zusammenarbeit engagieren. Und täglich werden es mehr, die Mitglied der GRS werden, um sich aktiv einzubringen.
Trotz hohem Engagement für die Patienten in der einzelnen Arztpraxis und der grundsätzlich guten Versorgungssituation in Deutschland gibt es noch viel zu tun in der Zusammenarbeit zwischen den niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern, Pflegeheimen und weiteren Akteuren in der medizinischen Versorgung.
Unser treibender Gedanke dabei: Ständige Ärgernisse für Patienten und Ärzte aus der Welt zu schaffen. Es geht also um mehr Information und Service gleichermaßen.
Mit Sorge beobachten wir außerdem, dass immer mehr ältere und kränkere Menschen von immer weniger Ärzten und Fachkräften versorgt werden. Hintergrund des Gesamtvorhabens ist somit, bei steigender Arbeitsbelastung in der Arztpraxis wie auch in anderen Bereichen dafür zu sorgen, dass Patienten dennoch gut versorgt werden. Dabei denken wir schon die Anforderungen der nächsten Jahre voraus und haben es uns im Rahmen des zweijährigen Vorhabens zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den Krankenkassen und der KV Konzepte zu entwickeln, diesem negativen Trend entgegenzuwirken.
Was genau ist der Inhalt des Vorhabens? Es geht um Brennpunkte in der medizinischen Versorgung.
Neben der medizinischen Komponente spielt der soziale Aspekt eine bedeutende Rolle. Fehlender familiärer und sozialer Hintergrund führt dazu, dass immer mehr Menschen vereinsamen und Hilfe und Unterstützung in Institutionen des Gesundheitswesens suchen. Hier gilt es Lösungen zu finden.
 
IMG 9554Der ärztliche Leiter Dr. med. Martin Mansfeld formuliert sein Ziel wie folgt: „Erfolgreich sind wir dann, wenn es uns gelingt, die Versorgung in der Region so zu gestalten, dass sie attraktiv für junge Kollegen wird und es wieder Spaß macht, Arzt zu sein! Wir wollen die Medizin zukunftssicher machen.“